Teil eines Werkes 
1.Theil (1826)
Entstehung
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4 gut kennen gelernt; wäre er denn, ſo wie ſie, nur zu Leiden beſtimmt?

Der erſte Kummer nahete ſich Guſtaven. Er beſaß ſchon einen Freund. Dieſer ſtand im Begriff, ſich auf mehrere Jahre zu entfer⸗

nen, ohne die Zeit ſeiner Rückkehr beſtimmen⸗

zu können. Theobald de Nerville war bei⸗ nahe von ſeiner Geburt an Waiſe geweſen; verwandt mit Hrn. de Bermont war er ſei⸗ ner Obhut völlig übertragen, und mit Guſtaven erzogen woͤrdenz er war etwas älter als die⸗

ſer, von einem ſanften und liebenswürdigen

Charakter. Man war verſucht zu glauben, daß ſein Leben frei von Stürmen, und daß

die Freundſchaft das vorherrſchende Gefühl

ſeines Herzens werden würde.

Er wurde von einem ſehr Neiten Oheim

nach der Inſel Bourbon berufen, dieſer ver⸗ ſprach, ihm ſein ganzes Vermögen zu hinter⸗ laſſen, wenn er bis an ſeinen Tod bei ihm ſich aufhalten würde. Ohne Bedenken wollte der Jüngling das glänzende Loos, das ihm ange⸗

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