72 des Himmelswillen! ruf ich“—„Ah, Signor Maeſtro!— Signor Maeeſtro“ ſchreit er:„Retten Sie mich, ſchützen Sie mich vor dieſer Wüthenden, vor dieſem Krokodill, dieſem Tiger, dieſer Hyäne, dieſem Teufel von Mädchen.— Es iſt wahr, es iſt wahr, ich gab den Takt zu Anfoſſtis Kanzonetta, und ſchlug zu unrechter Zeit mitten in der Fermate nieder, ich ſchnitt ihr den Trillv ab aber warum ſah ich ihr in die Augen, der ſataniſchen Göttin! — Hole der Teufel alle Fermaten!“— In ganz beſonderer Bewegung trat ich mit dem Abbate raſch in die Weinlaube und erkannte auf den erſten Blick die Schweſtern, Lauretta und Tereſina. Noch ſchrie und tobte Lauretta, noch ſprach Tereſina heftig in ſie hinein— der Wirth, die nackten Arme über einander geſchlagen, ſchaute lachend zu, während ein Mädchen den Tiſch mit neuen Flaſchen beſetzte. So wie mich die Sängerinnen erblickten, ſtürzten ſie über mich her.„Ah, Signor Teodoro!“ und uͤberhäuften mich mit Liebkoſungen. Aller Streit war vergeſſen.„Seht hier,“ ſprach Lauretta zum Abbate:„einen Compoſitore, graziös wie ein Italiäner, ſtark wie ein Dentſcher!“— Beide Schweſtern, ſich mit Heftigkeit ins Wort fallend, erzählten nun von den glücklichen Tagen unſers Beiſammenſeyns, von meinen tiefen muſikaliſchen Kenntuiſſen, ſchon als Jüngling, von unſern Uebun⸗ gen, von der Vortrefflchkeit meiner Compoſitionen,
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