Druckschrift 
Rath Krespel / von E.T.W. Hoffmann
Entstehung
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Thuͤr in mein Zimmer zurück, deſſen Fenſter in die Seitenſtraße gingen. Gegenüber war die Poſt ge⸗ legen, eben fuhr der Bamberger Poſtwagen vor, der gepackt werden ſollte. Die Paſſagiere ſtanden ſchon vor dem Thorwege, doch hatte ich noch eine Stunde Zeit. Schnell raffte ich meine Sachen zu⸗ ſammen, bezahlte großmüthig die ganze Rechnung im Gaſthofe und eilte nach der Poſt. Als ich durch die breite Straße fuhr, ſah ich meine Damen, die mit dem Tenor noch am Fenſter ſtanden, und ſich auf den Schall des Poſthorns herausbückten. Ich drückte mich zurück in den Hintergrund, und dachte recht mit Luſt an die tödtende Wirkung des gall⸗ bittern Billets, das ich für ſie im Gaſthauſe zu⸗ rückgelaſſen hatte.

Mit vieler Behaglichkeit ſchlürfte Theodor die Neige des glühenden Elatiko aus, die ihm Eduard eingeſchenkt.Der Tereſina ſprach dieſer, indem er eine neue Flaſche öffnete und geſchickt den oben ſchwimmenden Oeltropfen weaſchüttete,der Tere⸗ ſina hätte ich ſolche Falſchheit und Tücke nicht zu⸗ getraut. Das anmuthige Bild, wie ſie zu Pferd, das in zierlichen Courbetten daher tanzt, ſpaniſche Romanzen ſingt, kommt mir nicht aus dem Ge⸗ danken.Das war ihr Culminations⸗Punkt, ſiel Theodor ein.Noch erinnere ich mich des ſeltſamen Eindrucks, den die Szeue auf mich machte. Ich vergaß meine Schmerzen; Tereſina kam mir in der