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körperliche und geiſtige Ruhe und verſprach unter dieſer Bedingung die ſchnellſte Heilung ſchon in wenig Tagen; außerdem gelobte er, da ihm die Veranlaſſung nicht ver⸗ ſchwiegen bleiben konnte, die ſtrengſte Diskretion über den Vorfall. Weit beſſer aber als alle ſeine Verordnungen half die friſche Jugendkraft des Mädchens, die Zärtlich⸗ keit der Eltern und vor Allem die Nähe des Geliebten, der wieder unter den Augen und mit Bewilligung der Alten ſein früheres Verhältniß anknüpfen durfte. Das Glück der Liebenden verbreitete wieder ſeinen Abglanz über die ganze Familie und brachte eine, hier ſchon lange Zeit nicht mehr gekannte, freudige Stimmung hervor.
Dieſe Veränderung konnte dem Hauſe Haſenfritz nicht entgehn, um ſo weniger, da der Kaſſenbote dem Schwager ſelbſt die nöthige Anzeige davon machte. Na⸗ türlich entbrannte zwiſchen den Verwandten die alte Fehde mit erneuter Kraft und es fehlte nicht an verſchiedenen Auftritten und heftigen Scenen aller Art, welche mit einem vollſtändigen⸗Bruche endeten. Für die Familie Bauer er⸗ wuchs aus dieſer Feindſchaft nur der größte Vortheil, in⸗ dem dieſelbe von dem verderblichen Beiſpiele befreit, zu ihrer früheren Einfachheit wieder zurückkehrte. Der Kaſ⸗ ſenbote benutzte den Reſt des Geldes, welches er von dem Aſſeſſor erhalten hatte, um damit den Sattler zu unter⸗ ſtützen, der nun endlich Meiſter wurde und Hannchen als


