Teil eines Werkes 
3. (1858) Die Erben / von Max Ring
Entstehung
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durch dieſen Entſchluß beruhigt und geſtärkt, ſo daß er vertrauungsvoll ſeinen Weg fortſetzte. Endlich gelangte er in das bezeichnete Wäldchen, wo er Hannchen noch am Leben traf; ſie ſchlug ſo eben ihre Augen auf und ihr erſter Blick traf den armen Vater, der mit kummervollem Ge⸗ ſichte vor ihr ſtand. Sie ſtieß einen leiſen Schrei aus und ſank von Neuem in eine Ohnmacht, aus der ſie jedoch bald durch ſeine Küſſe und milden Worte geweckt wurde. Kein Vorwurf entſchlüpfte ſeinen Lippen; die Freude über ihre glückliche Rettung verſchloß ihm den Mund. Während ſie ohne Bewußtſein dalag, hatte ihn der Sattler von Allem, was geſchehen war, ſchnell in Kenntniß geſetzt. Tief erſchüttert hörte er den Bericht, dem Himmel für die Erhaltung ſeines Kindes dankend.

Ich verzeihe Euch, ſagte er noch mit bebender Stimme.Achl ich ſelber hatte ja die größte Schuld.

Er konnte die über ſeine Wangen ſtrömenden Thrä⸗ nen nicht länger zurückhalten. Als Hannchen den Vater weinen ſah, ſchlang ſie ihren Arm um ihn und küßte in inniger Rührung ſeine Hand.

Du mußt auch Guſtav vergeben, flüſterte ſie ſchwach. Ich allein habe ihn aufgefordert, mich zu tödten. Lieber wollte ich ſterben, als die Frau des verhaßten Couſins werden.

Das ſollſt Du auch nicht, antwortete der Kaſſen⸗