Teil eines Werkes 
3. (1858) Die Erben / von Max Ring
Entstehung
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ganze Welt mit ihren Schätzen ſollte ſie nicht mehr von ihrem Vorhaben abbringen.

„Haſt Du Furcht?“ fragte er die Geliebte.

„Mit Dir zu ſterben?“ entgegnete ſie, vorwurfsvoll zu ihm emporſchauend.

„Bald ſind wir am Ziel.“

„Unſere Sünde wird uns Gott vergeben, aber ich kann ja nicht anders, ich kann den Couſin nicht nehmen.“

„Nun ſoll uns Niemand mehr trennen,“ rief er, in⸗ dem er ſie an ſein Herz preßte.

„Ach!“ ſeufzte ſie.„Mir thut nichts ſo weh, als die armen Eltern. Was werden ſie ſagen, wenn ſie uns nun Beide todt finden?“

„Sie haben es ſo gewollt,“ entgegnete er finſter. „Warum haben ſie Dich gezwungen, einem ſolchen Menſchen die Hand zu geben?“

„Lieber den Tod von Deiner Hand, als mit ihm alle Reichthümer und Schätze der Erde. Ach! was hab' ich um ihn ſchon gelitten.“

„Das hat jetzt ein Ende und nun wird uns Niemand mehr trennen.“

„Wenn ſie uns nur in daſſelbe Grab legen wollten. Wenigſtens im Tode möchte ich bei Dir ſein!“

Während ſie ſo ſprachen von ihrem nahen Ende, bogen ſie allmälig von dem bisherigen Park ab und gelangten