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hatte ſie ſeine wiederholte Bitte um eine heimliche Zu⸗ ſammenkunft ein und für alle Mal ihm rundweg abge⸗ ſchlagen; außerdem wurde ſie von allen Seiten auf jedem Schritt und Tritt beobachtet und die Mutter ließ ſie aus demſelben Grunde nicht mehr ohne die Begleitung der Geſchwiſter ausgehen. Die Nachricht von ihrer Verlobung und nahe bevorſtehenden Verheirathung brachte ihn vol⸗ lends zur Verzweiflung; in ſeiner Raſerei beſchuldigte er Hannchen der ärgſten Treuloſigkeit; er ſuchte ſie zu ver⸗ geſſen und da die Tochter ſeines Meiſters ſchon längſt ein Auge auf ihn geworfen hatte, ſo näherte er ſich derſelben, weniger aus Liebe, als, um ſich an der ſchuldig geglaubten Geliebten zu rächen. An einem Sonntag, als Hannchen mit ihrem Bräutigam und den Eltern vor das Thor ging, traf ſie den Sattler an dem Arme der aufgeputzten Mei⸗ ſterstochter. Er warf ihr einen Blick voll Verachtung zu und doch ſo traurig, daß es ihr das Herz zerſchnitt. Sie erbleichte und zitterte ſo heftig, daß ihre Bewegung dem Couſin nicht entging, aber im nächſten Augenblicke raffte ſie ihren ganzen Stolz zuſammen, keine Miene, kein Zucken verrieth den großen Schmerz, den ſie empfand und vor aller Welt zu verbergen ſuchte. Er dagegen wurde roth vor Zorn, das Blut ſchoß ihm zu Kopfe, die breite Stirnader ſchwoll ihm an, mit ſeinen Händen drückte er krampfhaft den rothen Arm ſeiner Begleiterin, daß ſie faſt


