Teil eines Werkes 
3. (1858) Die Erben / von Max Ring
Entstehung
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zu verkaufen, er wird ſich mit der Hälfte, vielleicht mit einem Viertel ſchon begnügen.“

„Das läßt ſich eher hören und was glaubſt Du, was ich fordern kann?“

„Einſtweilen nimm, was er Dir bieten wird. Du biſt in ſeiner Hand und der Aſſeſſor iſt ein ſchlauer Fuchs, der ſeinen Vortheil nicht aus den Augen läßt. Ich werde ſehen, was ich aus ihm herauspreſſen kann.“

„Ich verlaſſe mich ganz auf Dich.“

„Und ich werde für Dich handeln, als wenn Du mein leiblicher Bruder wäreſt. Gott! wie iſt es mir darum zu thun, Dich aus dieſer augenblicklichen Verlegenheit zu be⸗ freien. Ich wollte Dir ja gern mit tauſend Freuden helfen, wenn ich einen andern Ausweg wüßte.“

Der ehrliche Kaſſenbote dankte dem Schwager mit Thränen in den Augen, für deſſen vermeintliche Theil⸗ nahme.

Haſenfritz verſprach ihm, noch heute die Angelegenheit mit dem Aſſeſſor in's Reine zu bringen und er beeilte ſich auch in der That, denſelben aufzuſuchen.

„Das Schaf,“ ſagte er zu ſeinem würdigen Freunde, „iſt richtig in die Falle gegangen, aber mehr als den vierten Theil wollte er nicht hergeben.“

„Sie hätten auf die Hälfte beſtehen ſollen. Wir