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nicht thue, was Du von mir verlangſt. Wenn Du mir's heißen willſt, ſo ſpringe ich, ohne mich zu beſinnen, in's Waſſer, ſo feſt bin ich überzeugt, daß Du nur auf mein Beſtes bedacht biſt.“
„Dein Vertrauen ſoll Dich auch nicht täuſchen,“ antwortete der Schneider gerührt.„Ich müßte ja ein ausgemachter Schurke ſein, wenn ich Dich hintergehen könnte. Lieber hätt' ich ſelbſt den größten Schaden, ehe Du nur einen Heller verlieren ſollſt. Aber es giebt Um⸗ ſtände, wo man das Gewiſſe dem Ungewiſſen vorzieht, wo ein Thaler in der Taſche mehr werth iſt, als hundert in der Ausſicht. Was iſt denn Geld? Nichts, wenn man es hat und nicht braucht, Alles, wenn es Einem fehlt und man nicht weiß, woher man es nehmen ſoll und nicht ſtehlen. Iſt das nicht wahr?“
„Gewiß!“ bekräftigte der Kaſſenbote, obgleich er nicht begriff, wo hinaus eigentlich der Schwager mit den allgemeinen Reden wollte und was dieſe mit ſeiner eigenen Verlegenheit zu ſchaffen hatten.
„Wenn Du alſo damit einverſtanden biſt,“ fuhr der Schneider wie ein geſchickter Taſchenſpieler fort, Eins mit dem Andern verwechſelnd,„ſo wird Dir auch mein Vor⸗ ſchlag gefallen, den ich Dir zu machen habe. Der Aſſeſſor hat mir neulich einen Wink gegeben, den ich Dir im Ver⸗ trauen mittheile. Er ſcheint nicht übel Luſt zu haben,
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