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„Sage nur, was ich thun ſoll!“ bat der argloſe Kaſſenbote,„um aus dieſer Verlegenheit zu kommen.“
„Ich will Dir einen Vorſchlag machen, wie Du Dich mit leichter Mühe und ohne alle Anſtrengung ein und für alle Mal aus der Klemme ziehen und außerdem noch eine hübſche Summe gewinnen kannſt.“
„Das kann doch nur Dein Scherz ſein; ich wüßte ſonſt nicht, wie ich dazu käme.“
„Die Sache iſt ganz einfach,“ ſagte der Schneider, wobei er den Schwager mit lauernden Blicken in's Auge faßte, um die Wirkung ſeiner Worte zu beobachten.„Ich will Dir meine Meinung ſagen; Du kannſt dann noch immer thun und laſſen, was Du willſt; aber darfſt mir auch nicht böſe ſein, wenn Dir meine Anſicht nicht gefällt.“
Alles dies und auch die Zögerung, ehe er mit ſeinem Vorſchlage hervortrat, war lediglich nur darauf berechnet, die Spannung auf das Höchſte zu ſteigern und ſich außer⸗ dem den Anſchein der uneigennützigſten Freundſchaft zu geben. Das Mittel war ganz und gar auf die aufgeregte Stimmung und den heftigen Charakter des Kaſſenboten berechnet, der wiederholt mit Worten und mit Schwüren ſich verpflichtete, Alles zu thun, was der treue Schwager ihm rathen würde, den er bereits im Voraus als ſeinen größten Wohlthäter verehrte.
„Straf mich Gott!“ rief er faſt außer ſich,„wenn ich


