Teil eines Werkes 
3. (1858) Die Erben / von Max Ring
Entstehung
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ſein Schickſal und vor Allem die traurige Erbſchaft ver⸗ wünſchend, welche er nicht mit Unrecht als den Quell und die Urſache aller ſeiner gegenwärtigen Leiden betrachtete. Das war es eben, was der ſchlaue und hinterliſtige Schneider wollte; deshalb hütete ſich dieſer auch, ihm zu widerſprechen; er ließ ihn forttoben, ohne nur einen Verſuch zu machen, die übertriebenen Befürchtungen des Kaſſen⸗ boten zu verſcheuchen. Scheinbar redete er ihm zwar zu und that auch ſo, als ob er ihn beruhigen wollte, aber ſeine Worte waren weit eher geeignet den armen Mann, welcher ohnehin ſeine Beſinnung verloren zu haben ſchien, nur noch weit mehr aufzuregen. Mit einer Art von teufliſcher Schadenfreude weidete ſich Haſenfritz an der Verlegenheit des Unglücklichen und ungeſehen flog ein hämiſches Lächeln über ſeine plumpen Züge. In dieſem Augenblick zeigte er die größte Aehnlichkeit mit der Katze, welche mit der gefangenen Maus ihr Spiel treibt, ſich an ihrer Angſt ergötzend, indem ſie ihr Opfer jetzt fahren läßt, um es im nächſten Moment wieder im raſchen Sprunge mit ihren ſcharfen Klauen zu ergreifen. So verfuhr der Schneider mit dem argloſen Bauer, bald gab er ihm einige Hoffnung, die er ſelber ihm ſogleich wieder raubte, bald vermehrte er nur die Beſorgniſſe vor dem Gläubiger und trieb den Unerfahrenen vollends zur Ver⸗ zweiflung. So jagte er ihn zwiſchen Furcht und Hoff⸗