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„Nun wie gehts, wie ſtehts?“ fragte er mit an⸗ ſcheinender Unbefangenheit.„Du ſiehſt ja aus, als ob Dir ein Schiff untergegangen wäre, oder als hätte Dir die Katze das Frühſtück vor der Naſe weggeſchnappt. Wo drückt Dich denn der Schuh?“
„Das weißt Du ſo gut wie ich,“ antwortete Bauer verdrießlich.„Der Prozeß will kein Ende nehmen, immer kommen neue Verzögerungen. Hätte ich gewußt, was ich jetzt weiß, mich hätten nicht zehn Pferde dazu gebracht, erſt anzufangen.“
„Wie Du nur wieder ſprichſt. Ich denke, daß Du keinen Grund haſt, Dich zu beklagen. Du brauchſt Dich nur umzuſchauen, um zu ſehen, daß Du Dich verbeſſert haſt. Wenn ich an Deine frühere Wohnung und an Deine Einrichtung denke, ſo muß ich glauben, daß Du jetzt dagegen wie ein König lebſt.“
„Wenn der König ſo viel Sorgen, Kummer und Aerger hat, wie ich, ſo möchte ich auch nicht König ſein.“
„Ich begreife nicht, woran es liegt,“ ſagte der Schneider mit der unſchuldigſten Miene von der Welt.
„Es iſt wahr; früher habe ich in einer Stube und einer dunklen Kammer gewohnt, worin wir uns kaum rühren konnten. Die Stühle waren wacklig. Der Tiſch wurmſtichig. Ich mußte mich den ganzen Tag mit den ſchweren Geldſäcken ſchleppen und meine Alte mit der


