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Einem ein großes und billiges Vergnügen. Die Phantaſie iſt noch immer die wohlthätige Fee, welche in Hütten ver⸗ kehrt und ihr Füllhorn ausſchüttet; ſie bekleidet die nackten Wände mit glänzenden Bildern, verwandelt die ſchmutzigen Dielen in prachtvolle Teppiche; der hölzerne Stuhl wird unter ihrer Berührung ein ſchwellender Divan und das trockene Brod ein herrlicher Braten. Mit ihrer Hülfe malte ſich auch Frau Bauer die Zukunft aus und trotzdem ſie über die Gegenwart grade nicht zu klagen hatte, wünſchte ſie doch in manchen Beziehungen eine Verbeſſerung. Ihrem Manne gönnte ſie mehr Ruhe; Hannchen hätte ſie gern verheirathet und auch das Loos der übrigen Kinder ge⸗ ſichert geſehn. Das waren gewiß verzeihliche und wahr⸗ haft mütterliche Wünſche, aber dabei blieb es nicht allein, denn nur wenig Menſchen wiſſen ſich zu beſchränken und verlangen vom Himmel, wenn ſie einmal in's Fordern kommen, immer mehr und mehr, weil ſie wohl im Stillen denken mögen, abgehandelt wird dochund man muß vor⸗ ſchlagen, um den geſetzten Preis zu bekommen. Die gute
Frau Bauer hatte allen Grund zufrieden zu ſein und war
es auch bisher geweſen; aber es bedurfte nur der leiſeſten äußeren Anregung, um eine ganze Legion von Wunſchteufeln
in ihrem Herzen aufzujagen, wo ſie ſtill und verborgen ge⸗ ſchlummert hatten. Sie ſpielte noch nicht einmal in der Lotterie, ſondern ging nur mit der Abſicht um und ſchon


