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thurm ſchlug acht Uhr und um ſieben wurde pünktlich ſonſt die Bank geſchloſſen; es mußte deshalb etwas Wichtiges dem Kaſſenboten begegnet ſein, ſonſt wäre er ſchon längſt zu Hauſe geweſen, obgleich er eine gute halbe Stunde bis nach ſeiner Wohnung zu laufen hatte.
„Das Abendbrod verdirbt und der Vater kommt noch immer nicht,“ klagte die Frau.„Es wird ihm doch nichts paſſirt ſein?“ 4
„Gewiß hat er wieder eine Beſorgung für den Buch⸗ halter,“ entgegnete die Tochter, von ihrer Arbeit aufblickend. „Vater iſt immer zu gut und gefällig, darum ſchicken ihn die Bankleute, wohin es ihnen beliebt und noch dazu in einem ſolchen Wetter.“
„Das iſt wahr; er ſollte es ſich nicht gefallen laſſen; er wird ohnehin den ganzen Tag herumgehetzt, daß er kaum mehr ſeine Beine ſchleppen kann. Wenn die Bankgeſchloſſen iſt, ſollten ſie ihm doch Ruhe gönnen, aber dann heißt es: Lieber Bauer beſorgt mir das, beſorgt mir dies und das gute Schaf thut was man ihm heißt und lauft und rennt, bis er vor Müdigkeit nicht mehr weiter kann. Er hat ein gar zu ſchweres Brod und täglich bitte ich zum lieben Gott um einen ordentlichen Gewinnſt in der Lotterie, damit 3 ſich zur Ruhe ſetzen und auf ſeine alten Tage pflegen kann.“


