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der Verſtorbenen wurden grade ſo zubereitet und auf den Tiſch getragen, wie bei ihrem Leben. Sonſt war das alte Fräulein in allen andern Dingen ganz vernünftig; ſie be⸗ ſorgte ihre Angelegenheiten mit großer Umſicht und beſuchte alle halbe Jahre ihren Rechtsanwalt, der ihr Vermögen ſchon lange Zeit verwaltete und ließ ſich auf Heller und Pfennig Rechenſchaft ablegen; wobei ſie einen ſeltenen Scharfſinn entwickelte und weit mehr Geſchäftskenntniſſe zeigte, als man ihr bei dem einſamen Leben zutrauen konnte. Schon öfters hatte ſie der Advokat in ſchonender Weiſe auf die Nothwendigkeit aufmerkſam gemacht, ihren letzten Willen aufzuſetzen und über das große und immer mehr anwachſende Vermögen zu verfügen, aber davon wollte ſie nichts wiſſen und ſie verbat ſich ein für allemal, den Gegenſtand wieder in ihrer Gegenwart zu erwähnen. Vergebens fragte er ſie nach näheren oder entfernteren Anverwandten, ſie wußte ihm keine ſolchen zu nennen, oder wollte vielleicht nur nichts von ihnen wiſſen, indem ſie auch hierin dem Beiſpiele ihres Vaters folgte, der allen Verwandten den Zutritt zu ſeinem Hauſe verſchloß. So wurde das Fräulein alt und immer älter und zuletzt ſo ſchwach, daß ſie nicht mehr ihre gewohnten Spaziergänge nach dem Kirchhofe fortſetzen konnte. Eines Tages fand ſie ihr Rechtsanwalt, der einzige Menſch, der ſie, wenn auch ſelten, ſah, in einem Zuſtande, der ihm gerechte


