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verſchoſſenen Beutel, worin ſie allerhand Kleinigkeiten be⸗ wahrten und auf den Armen einen häßlichen Hund, den ſie mit beſonderer Liebe pflegten. Wo ſie ſich aber zeigten, hieß es„da kommen die Todtenfräulein!“— Die Gene⸗ ration, welcher ſie angehörten, war geſtorben und eine neue unterdeß und noch eine dazu herangewachſen; ſie hatten keine Bekannten, keine Freunde, keine Anverwand⸗ ten; und doch war der Name ihnen geblieben und hatte ſich von Geſchlecht zu Geſchlecht fortgeerbt. Mitten in der großen Stadt lebten ſie in einer kaum denkbaren Abge⸗ ſchiedenheit, wie zwei Einſiedler im tiefſten Urwalde; kein Menſch verkehrte mit ihnen, ihre Hausthür blieb ver⸗ ſchloſſen, und die Läden der Vorderzimmer, in welchen einſt der Vater gelebt hatte, waren ſeit ſeinem Tode noch nicht geöffnet, die Stuben nicht gelüftet worden. Eines Tages aber bemerkte die Nachbarſchaft, zu ihrer nicht geringen Verwunderung, eine merkwürdige Veränderung. Vor dem alten Hauſe hielt ein Leichenwagen und eine große Menge von Trauerkutſchen, wie dies ſonſt nur bei einem reichen und vornehmen Begräbniſſe der Fall iſt. Eine große Menge von Leichenbittern ſtanden auf dem Flur und vor der Thür; ein Sarg wurde herabgetragen, gefolgt von der einen Schweſter, welche wie gebrochen der Leiche der an⸗ dern nachſchwankte. Die Lebende ſetzte ſich in tiefſter Trauer allein in den ſchwarzen Wagen, die übrigen


