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zehren zu können, wodurch das Kapital mit jedem Jahre größer wurde. Die Wirthſchafterin des Vaters beſorgte auch ihre Wirthſchaft, ganz in derſelben Weiſe; es wurde nicht ein Heller mehr oder weniger ausgegeben. Die Schweſtern bewohnten das Zimmer, das ſie auch bei Leb⸗ zeiten des Vaters inne hatten und trotzdem ihnen jetzt das ganze Haus gehörte, dachten ſie nicht daran, eine größere Wohnung zu beziehen, oder nur die geringſte Bequem⸗ lichkeit mehr ſich zu verſchaffen. Die Stuben des Leib⸗ medicus und beſonders ſein Studirzimmer, blieben unbe⸗ wohnt und das letztere nach wie vor auch unbetreten. Kein menſchlicher Fuß durfte ſich dem Heiligthum nahen, als ſäße noch der alte Herr darin, vor ſeinen aufgeſchlagenen Folianten. Eine dicke Staubkruſte lagerte ſich mit der Zeit auf den vergilbten Papieren und Folianten, die Ta⸗ peten wurden ſtockig und grünlicher Schimmel wucherte an den Wänden; von der Decke hingen die Spinnweben lang, wie ſchwarze Trauerflöre, nieder; die Dräthe, welche die Skelette zuſammenhielten, waren ſogar mit der Zeit verroſtet und zerbrochen, ſo daß die einzelnen Knochen pol⸗ ternd auseinanderfielen.— Die Schweſtern lebten aber ſo fort in dem alten Hauſe, einen Tag wie den andern, ohne ſich um die Außenwelt zu kümmern. Es wurde Krieg und Friede und wieder Krieg und wieder Friede, Könige ſtarben, Völker ſtanden auf, die Revolution tobte in den


