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Geheimniſſe und glaubt auch, daß darin ganz abſonder⸗ liche Menſchen leben müſſen. Man wundert ſich ordentlich, daß nicht irgend ein uralter Kopf in der verwitterten Klei⸗ dung des früheren Jahrhunderts mit Perrücke oder Haar⸗ beutel hinausſchaut, wie ein Geſpenſt unter Lebenden. Unſere Phantaſie wird mächtig angeregt und wir denken uns mit ihrer Hülfe Myſterien, die nicht immer, aber doch mitunter der Wirklichkeit ziemlich nahe kommen. Zuweilen findet man auch wirklich in einem ſolchen Hauſe Originale, wie ſie in der Gegenwart immer ſeltener werden, wunder⸗ liche Käuze, die in dieſen Höhlen hauſen, reiche Sonder⸗ linge, Männer und Frauen von ganz eigenthümlichem Gepräge, ausgezeichnet in ihrem Weſen, wie in ihrer Klei⸗ dung.— Ein derartiges Gebäude ſtand mitten in der Reſidenz, an der Ecke einer lebhaften Hauptſtraße, es war dreiſtöckig, mit ſchmalen, niedrigen Fenſtern, alt, aber durchaus nicht baufällig. Schon ſeit langen Jahren war keine Reparatur, geſchweige ein Umbau damit vorgenom⸗ men worden, nicht einmal den Anſtrich hatten die Beſitzer erneuern laſſen; es ſtach darum von den friſchen Nachbar⸗ häuſern gewaltig ab. Den ganzen Tag blieben die Thüren und meiſt auch die Läden geſchloſſen, ſo daß ein Fremder glauben mußte, es würde gar nicht bewohnt. Aber ſelbſt die nächſten Nachbarn konnten darüber keine gewiſſe Aus⸗ kunft geben, denn auch ſie erinnerten ſich ſeit langer Zeit
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