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ihr gehaßt wurde und welche Schuld ſie traf, ſo ließ er es nicht an ſeinem aufrichtigen Mitleid fehlen. Seine Zeit wurde jetzt noch weit mehr als früher in Anſpruch genom⸗ men; dies hielt ihn jedoch nicht ab, ſich angelegentlich mit Wilhelm's Schickſal zu beſchäftigen. Vor allen Dingen war es ihm darum zu thun, die dunklen Spuren ſeiner Ge⸗ burt zu verfolgen und die Eltern des Knaben ausfindig zu machen. Die von der Mutter Schneider darüber erhaltene Auskunft bot nur ſchwache Anhaltspunkte dar, dennoch ver⸗ folgte er dieſe mit der ihm eigenen Beharrlichkeit. Nach manchen vergeblichen Schritten war es ihm gelungen, eine Tochter der verſtorbenen Hebamme Winkler ausfindig zu machen, welche er zu ſich kommen ließ. Dieſe erinnerte ſich noch ganz genau einer Dame, welche in dem Hauſe ihrer Mutter heimlich mit dem Knaben niederge⸗ kommen war. Sie ſelbſt hatte bei der Wöchnerin das Amt einer Wärterin während ihrer Niederkunft und in der folgenden Zeit verſehen und vermochte daher aus der Erinnerung eine genaue Beſchreibung der Pa⸗ tientin zu geben, welche den höheren Ständen anzuge⸗ hören ſchien.
„Wenn ich nicht irre,“ ſagte die Frau,„ſo hat ſie meiner ſeligen Mutter ihr Bild mit dem Auftrage hinter⸗ laſſen, es dem Kinde einzuhändigen, ſo bald daſſelbe her⸗ angewachſen ſein würde. Nach dem Tode meiner Mutter


