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tiſch und würdevoll, daß der Beamte, trotzdem er ein gro⸗ ßer Menſchenkenner war, unwillkürlich Mitleid empfand und ſeine Theilnahme verrieth. Leider erſchien in dieſem für Herrn Mehlkatz ſo günſtigen Moment einer der mit⸗ gebrachten Poliziſten, welche das Haus umſtellt hatten, mit der ſonderbaren Meldung, daß im Garten, wo ſein Poſten war, durch ein Kellerloch bald ein leiſes Wimmern, bald ein dumpfes Stöhnen ſich hörbar mache.
„Was hat das zu bedeuten, können Sie uns darüber Aufſchluß ertheilen?“ fragte der Beamte.
„Es iſt nur einer meiner Zöglinge,“ entgegnete ſtot⸗ ternd der Waiſenvater,„den ich wegen ſeiner ſchlechten Aufführung eingeſperrt habe.“
„In den Keller, das ſcheint mir doch nicht der geeig⸗
nete Ort zu ſein. Geben Sie mir den Schlüſſel, damit
ich mich überzeuge.“
Das war ein neuer Donnerſchlag für den Schuldi⸗ gen; er ſuchte in allen Taſchen und erklärte ſchließlich,
den gewünſchten Schlüſſel verlegt zu haben. Der Beamte, welcher hier ein neues Verbrechen ahnte, befahl ſogleich ſeinem Untergebenen, ohne Verzug mit den mitgebrachten Werkzeugen die Kellerthür ſelbſt gewaltſam zu öffnen. Dieſer ging und kehrte ſchon nach kurzer Zeit zurück, an der Hand den armen Gottfried haltend, der vor Schmerz und Schwäche ſich kaum auf den Füßen zu halten ver⸗


