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„Es iſt ſo beſſer, daß ich ihn erhalten habe. Jetzt ſollſt Du mir noch einen Gefallen thun. Du ſcheinſt mir ein braver und tüchtiger Junge zu ſein. Ich werde einen Brief ſchreiben, den Du ſogleich auf die nächſte Polizei⸗ wache tragen wirſt. Unterwegs ſprichſt Du aber mit kei⸗ nem Menſchen. Beeile Dich und komm bald wieder.“
Das verſprach Wilhelm und ſprang mit dem em⸗ pfangenen Billet davon, um ſchon nach wenigen Augen⸗ blicken mit einigen bewaffneten Poliziſten zurückzukehren. Jetzt klingelte der Präſident mit der vor ihm ſtehenden Glocke, indem er zuvor Wilhelm und die Wache erſucht
hatte, ſich in ein nebenanbefindliches Zimmer zurückzuziehn
und auf ein von ihm gegebenes Zeichen wieder zu erſchei⸗ nen. Bald darauf trat der ehrliche Friedrich mit ſeinem frommen Geſichte ſo unbefangen wie immer ein. Er ſchien ſich nur zu wundern, daß ſein Herr ſo ſchnell zu⸗ rückgekommen war, weit früher, als er ihn vermuthet hatte. Indeß war die Zeit nicht ungenutzt für ihn ver⸗ gangen, da er während der Abweſenheit des Präſidenten in einer benachbarten Reſtauration ſein zweites Frühſtück eingenommen hatte.*
„Was befehlen Ihre Gnaden?“ fragte er mit un⸗ terwürfigen Mienen.„Soll ich vielleicht den Sekretair rufen?“
„Das iſt nicht nöthig,“ entgegnete der Präſident,


