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Treppe dem Miniſter, welcher ſeinen Gruß mit einem höhniſchen Lächeln erwiederte. Erſt als er wieder im Freien war, gab er ſich dem bittern Gefühle hin, wel⸗ ches jeder Ehrenmann bei einer unverdienten Kränkung empfinden muß. Bald war er jedoch vollkommen über die fürſtliche Ungnade getröſtet; er beſaß den ächten Mannes⸗ ſtolz, kein niederer Ehrgeiz beſeelte ihn, ſondern einzig und allein der Gedanke, dem Staate und ſeinen Mitbür⸗ gern zu dienen und in ſeiner Stellung nützlich zu ſein. Ohne ſein Zuthun war er zu ſeinem hohen Poſten berufen worden und ohne Schmerz ſchied er jetzt aus demſelben. Das Urtheil der Welt, das Geſchwätz der Menge war ihm vollkommen gleichgültig. Ruhig und gefaßt begab er ſich nach ſeiner Wohnung, um daſelbſt ſeine Geſchäfte noch in Ordnung zu bringen und den ihm unbekannten Nach⸗ folger Alles zu übergeben. Als er eben in die Thür des Hauſes treten wollte, fiel ihm die Geſtalt eines Knaben auf, der hier zu warten ſchien. Dieſer näherte ſich ihm höflich und mit abgezogener Mütze in der Hand.
„Was willſt Du und wen ſuchſt Du hier?“ fragte der Präſident mit gewohnter Freundlichkeit.
„Ich möchte gern den Bedienten oder den Herrn Präſidenten ſelber ſprechen,“ antwortete dreiſt der Junge, welcher unſer Freund Wilhelm war.—


