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einigem Nachdenken,„glauben, daß eine ſ chändliche Cabale gegen Sie im Werke iſt; daß Sie kein Verräther ſind. Aber mindeſtens trifft Sie der Vorwurf einer groben Fahr⸗ läſſigkeit. Die Depeſche war nur mir und Ihnen allein bekannt, kein anderer Menſch konnte darum wiſſen. Wie iſt es möglich, daß ſie in die Hände des Geſandten kam?“
„Der Vorfall bleibt mir unerklärlich. Ich hatte ſie gleich nach dem Empfange ſorgfältig in ein geheimes Fach gelegt, zu dem ich allein den Schlüſſel habe.“
„Dann muß Ihre Umgebung nichts taugen. Viel⸗ leicht iſt Ihr Bedienter kein zuverläſſiger Mann.“
„Ich habe keinen Grund ihm zu mißtrauen,“ entgeg⸗ nete der Präſident mit Beziehung.„So lange mir die Beweiſe fehlen, verdamme ich nicht leicht einen Menſchen.“
„Man hat mir geſagt,“ fuhr der Fürſt mit einem ſonderbaren Blicke fort, daß Sie zu der Gräfin Bratinski in einem intimen Verhältniß ſtehen.“
„Ich habe dieſe Dame im Schloſſe Eurer königlichen Hoheit und am Hofe ſelbſt kennen gelernt.“
.„Leider haben wir uns in dieſer Perſon getäuſcht. Nach genauen Erkundigungen, die wir eingezogen haben, iſt die Gräfin nur eine Theaterprinzeſſin. Sie ſcheint mir eine Intriguantin zu ſein und ſoll mit der franzöſiſchen Geſandtſchaft in Verbindung ſtehen.“
„Dieſe Thatſachen, wenn ich ihnen auch Glauben


