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„Das ich mit tauſend Freuden annehme,“ antwortete die Baronin.
„Unſere Intereſſen gehen Hand in Hand. Sie werden zur Oberhofmeiſterin ernannt.“
„Und mein Mann erhält den nächſten, erledigten Geſandtſchaftspoſten.“
„Ich verſtehe und werde dafür ſorgen, daß er ſo weit als möglich verſetzt wird. Zur Unterſtützung geben wir ihm einen tüchtigen Legationsrath mit, der die Geſchäfte für ihn beſorgen kann.“
Damit zeigte ſie ſich vollkommen einverſtanden, da ſie ſchon längſt darauf bedacht war, natürlich unter der ſtreng⸗ ſten Beobachtung der äußeren Formen, ſich ihres Gatten zu entledigen, deſſen Unbedeutendheit ihr täglich läſtiger fiel. Sie als Oberhofmeiſterin in der Reſidenz, er als Ge⸗ ſandter auf ſeinem fernen Poſten; das war ihr höchſter Wunſch, deſſen Erfüllung ſie jetzt in naher Ausſicht ſah. Sie hoffte ihren Mann um ſo leichter zu dieſem freund⸗ ſchaftlichen Auskunftsmittel zu bewegen, da das eheliche Verhältniß zwiſchen Beiden nur den Namen nach beſtand. Das einzige, ſchwache Band, welches die Gatten an ein⸗ ander feſſelte, war ihre Tochter Lieschen ganz allein.— Die Baronin ließ ſich von dem Miniſter bis zum Wagen begleiten, wo die Verbündeten von einander einen höflichen Abſchied nahmen. Die Mutter hatte keine Zeit und keinen


