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möglichen Vereine für arme Wöchnerinnen, kranke Kinder, verwahrloſte Individuen jeder Art. Sie ſtand an der Spitze der Krippen⸗ und Kleinkinderbewahr⸗Anſtalten, war Vorſteherin der Frauenhülfskaſſe, welche jede Weih⸗ nachten in einem eigends dazu gemietheten Lokale eine Aus⸗ ſtellung und förmlichen Markt von Stickereien abhielt. Dort konnte man ſie und noch andere meiſt noch ſchöne und junge Frauen gegen ein Eintrittsgeld von einigen Groſchen erblicken, wie ſie Barmherzigkeit übte, kunſtvolle Börſen, Lampenteller und ähnliche Kleinigkeiten gegen einen
angemeſſenen Preis zum Beſten der Armuth verkaufte
und mit einem graziöſen Lächeln das Geld dafür einſtrich. Jeden Winter veranſtaltete ſie auch einen oder mehrere Bälle zu ähnlichen Zwecken und es war gewiß ein ſchönes Schauſpiel, wenn die Herrſchaften ſo recht im Schweiße ihres Angeſichtes für die Dürftigen ſich abtanzten. Wohl⸗ thun war und blieb einmal die Paſſion der Baroneſſe und
ſie ließ ſich nicht davon abhalten, obgleich die böſe Welt
ihr nicht immer die reinſten und edelſten Motive unter⸗
ſchob. Sie kam dadurch vielfach mit dem Hofe und be⸗
ſonders mit der erhabenen Fürſtin in Berührung, welche
ſelbſt aus innerem Herzensdrange ſich für das Loos der
Armen intereſſirte. Dieſes häufige Begegnen auf dem⸗
ſelben Gebiete und ein gleiches Streben verſchaffte der
Baronin die gewünſchte Aufnahme und Ruf bei der hohen


