Teil eines Werkes 
2. (1858) Der Waisenknabe / von Max Ring
Entstehung
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wirth mit überſchnappender Stimme und zu den Anweſen⸗ den gewendet,„Sie haben es gehört und werden es be⸗ zeugen.“

Aber der Schuſter ließ ſich nicht abſchrecken und ein⸗ ſchüchtern; er redete wie es ihm um's Herz war und ſeine Worte fanden um ſo mehr im Hinterhauſe Anklang, da Herr Roſenberg bei ſeinen Miethern eben nicht ſehr beliebt ſchien. Den Einen hatte er geſteigert, den Andern barſch angefahren, weil er ſich gegen die gedruckte Hausordnung mit einer Kleinigkeit vergangen, dem war er grob gekom⸗ men und jenem hatte er wegen eines unbedeutenden Rück⸗ ſtandes mit Exmiſſion gedroht. Es herrſchte eine allge⸗ meine Mißſtimmung gegen ihn, und dieſer Umſtand kam Wilhelm inſofern zu Statten, daß ſein Verfolger vorläufig von jeder Gewaltthätigkeit gegen den Knaben abſtand und bei der vorhandenen Erbitterung es gerathen fand, ſeinen Rückzug anzutreten, innerlich auf Rache brütend. Mit ihm entfernten ſich die Bewohner des vorderen Gebäudes, den Hinterhäuslern den Sieg und das Schlachtfeld über⸗ laſſend. Dieſe ſtanden noch in verſchiedenen Gruppen, den Vorfall aufgeregt beſprechend, allmälig aber verloren ſie ſich auch und ließen Wilhelm allein zurück. Lieschen hatte ſich ſchon längſt mit der Gouvernante entfernt, welche durch den Spektakel ebenfalls herbeigelockt, ſich ihres Pfleglings trotz allen Sträubens bemächtigte und ohne

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