Teil eines Werkes 
2. (1858) Der Waisenknabe / von Max Ring
Entstehung
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regen begraben; auch war das Meer, nicht einmal der ſchmale Abzugskanal im Hofe aus ſeinem Bette getreten, kein Haus zuſammengeſtürzt, keine Katze, geſchweige ein Menſch verſchüttet worden, aber nichtsdeſtoweniger ſchie⸗ nen die angerichteten Verwüſtungen höchſt erheblich und in ihren Folgen beſonders für Wilhelm furchtbar. Da, wo der feuerſpeiende Vulkan noch geſtanden, war die Erde klaffend aufgeriſſen und ſchaudernd blickte das Auge in die gähnende Tiefe des eingeſunkenen Kegels nieder. Die unteren Fenſter des Hinterhauſes hatten mehr oder minder Schaden genommen und drei Scheiben waren vollſtändig zertrümmert; aber am ſchlimmſten war der lange Heinrich fortgekommen; er büßte ſeinen naturwiſſenſchaftlichen Eifer mit einer blutenden Beule am Kopfe, von einem der her⸗ umfliegenden Erdklöße getroffen. Zwar wollte ſeine Ver⸗ wundung nicht viel ſagen, aber je weniger ſie zu bedeuten hatte, deſto lauter war ſein Geſchrei, welches allein hin⸗ reichte, das ganze Haus herbeizurufen, wenn dies nicht ſchon der Donner der vulkaniſchen Exploſion gethan hätte. Männer und Frauen, Dienſtboten und Herrſchaften, die vorderen und hinteren Parteien waren ſogleich mit er⸗ ſchrockenen Geſichtern herbeigeeilt, an der Spitze der Haus⸗ wirth ſelbſt, welcher eine Pulververſchwörung oder gar ein Erdbeben befürchtete. Beim Anblick des Vaters ließ der würdige Sprößling noch einmal ſo laut ſeine Stimme