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ohne Schlaf bei Tag und Nacht, blaſirt und erſchöpft im höchſten Grade; außerdem von einem unausbleiblichen Bankerotte bedroht, reifte ein fürchterlicher Entſchluß in ſeiner Seele. Das Leben hatte keinen Reiz für ihn; es war ihm durch eigne Schuld zur Laſt geworden. Für ihn gab es keine Freude, keinen Genuß, die er nicht bereits bis zur Hefe geleert. Zu feig, ein ſolches Daſein länger zu ertragen, brütete er über Selbſtmord; aber Tage und Wochen vergingen, ehe er den Entſchluß zur That werden ließ. Es war ein lang hingezogener Todeskampf voll furchtbarer Verzweiflung und grauenhafter Selbſtvernich⸗ tung. Heute faßte er neue Hoffnung, wenn ſeine unſäg⸗ lichen Schmerzen nur ein wenig milder ſchienen, morgen raſte er wieder und ſtieß die entſetzlichſten Verwünſchungen gegen ſich und die Welt aus. Furcht vor dem Tode und Ekel vor dem Leben erhielten ihn in fortwährendem Schwanken und in einer verlängerten Agonie; er vermochte weder zu leben, noch zu ſterben; bis endlich ſeine Leiden einen unerträglichen Höhepunkt erreicht hatten. Sobald einmal der Gedanke feſt in ſeiner Seele ſtand, ging er an die Ausführung deſſelben, mit einem Raffinement und einer Verſtocktheit, die vollkommen ſeines verdorbenen Charakters und Herzens würdig waren. Selbſt den letzten Augenblick dieſes jämmerlichen Daſeins benutzte er, um ſeinen Haß zu befriedigen. Mit ſchlauer Berechnung ſchrieb


