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der brutalen Gewalt Gebrauch zu machen. Die einzige Thüre, durch welche ſie vor ſeiner Raſerei fliehen konnte, führte in das Cabinet, wo ſich Eſſling befand, ſie war verſchloſſen. Bedurfte es noch eines Beweiſes für das Einverſtändniß ihres Mannes mit dem Baron? Sie ließ ſich jedoch nicht zurückhalten und pochte laut und heftig, während der Baron ſie zu hindern ſuchte.
„Wozu der Skandal?“ fragte er, indem er ſie zu beſchwichtigen ſuchte.„Sie machen nur unnützes Aufſehen und morgen ſind wir das Gerede der ganzen Welt.“
„Was kümmert's mich.“
„Sie ſind dann compromittirt und Ihr Mann dazu.“
„Ich fürchte mich nicht. Ohnehin ſoll die Welt Ihr Betragen erfahren, Herr Baron!“
Dieſe Sprache verfehlte nicht gänzlich die Wirkung auf den Bethörten; eine Ahnung überkam ihn, daß er zu weit gegangen, daß Antonie mit ihrem Gatten nicht ein⸗ verſtanden ſein dürfte. Er hielt es daher für gerathen, einen andern Ton anzuſtimmen. Statt, wie bisher, ge⸗ bieteriſch ihre Liebe zu fordern, bat, flehte und ſchmeichelte er, indem er ſein früheres Benehmen mit der Gewalt ſeiner Leidenſchaft für ſie zu entſchuldigen verſuchte. Seine Aus⸗ drücke wurden gewählter, ſeine ganze Haltung gemeſſener. Aber ſeine Schmeicheleien verfehlten eben ſo ihren Zweck, wie ſeine früheren Drohungen.


