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„Gehen Sie, verlaſſen Sie mich!“ rief ſie entrüſtet. „Nur unter dieſer Bedingung, daß Sie mich von Ihrer Gegenwart befreien, will ich vergeſſen, was geſchehen iſt.“
„So kann Sie nichts verſöhnen. O! hören Sie mich an, Antonie! Ich liebe Sie bis zur Raſerei. Was hindert Sie, mir anzugehören? Sie haben ſich überzeugt, daß Ihr Mann auf Ihren Beſitz vollkommen verzichtet hat. Ja, er iſt Ihrer nicht werth. Trennen Sie ſich von ihm, ich biete Ihnen meine Hand, wenn Sie unter keiner andern Bedingung die Meinige werden wollen.“
„Ihre Anträge beſchimpfen mich nur.“
Unwillig wandte ſie ſich ab, doch grade ihr Wider⸗ ſtand reizte ihn noch mehr.
„Und ich will und muß Sie beſitzen,“ ſchrie der Ra⸗ ſende,„koſte es mein Leben, meine Seligkeit.“
Er umſchlang die Widerſtrebende, deren Schreien er mit ſeinen Küſſen zu erſticken ſuchte. Mit dem letzten Aufwande ihrer ſinkenden Kraft ſtieß ſie ihn zurück und gewann das Fenſter, welches ſie mit einem raſchen Griffe öffnete.
„Kommen Sie nicht näher,“ rief ſie in entſchloſſenem Tone,„oder ich ſtürze mich herab und mache Sie zu meinem Mörder.“
Ueberraſcht und von Furcht ergriffen, taumelte der


