Teil eines Werkes 
1. (1858) Die Geschiedene / von Max Ring
Entstehung
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daß unſere Exiſtenz auf dem Spiele ſteht. Ich will dem Baron ſeine Güter gegen eine Jahresrente abkaufen, die Summe iſt mir noch zu hoch und ich hoffe mit Deiner Hülfe, ihn nachſichtiger zu ſtimmen. Wallenberg iſt ein galanter Mann und wird in Gegenwart einer ſchönen Frau, wie Du, ſich billiger finden laſſen.“

Antonie warf ihm einen mißtrauiſchen Blick zu, den er bemerkte.

„Fürchte Dich nicht,“ beſchwichtigte er die in ihr auf⸗ ſteigenden Beſorgniſſe.„Ich gebe Dir mein Wort, daß ſich die Sache ganz ſo verhält, wie ich Dir geſagt habe.“

„Wenn auch; die mir zugetheilte Rolle mißfällt mir im höchſten Grade. Du weißt, daß ich ſeit jenem Abende in Venedig, den Baron nicht leiden mag. Nur auf Deinen Wunſch habe ich ſeine Beſuche geduldet.“

„Du ſollſt nicht länger von ihm beläſtigt werden. So bald dies Geſchäft abgeſchloſſen iſt, breche ich jede intimere Verbindung mit ihm ab. Das verſpreche ich Dir bei meiner Ehre. Es iſt das letzte Mal, daß Du Wallen⸗ berg zu ſehen brauchſt. Außerdem will er längere Zeit wieder verreiſen. Was haſt Du von ihm zu beſorgen? Bin ich nicht zugegen? Ich werde mich keinen Augenblick von Dir entfernen. Die Artigkeiten, welche der Geck Dir ſagt, können Dir nicht ſchaden, uns aber den größten Nutzen bringen, wenn Du ſie ruhig, oder vielleicht mit

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