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deten Kreiſe zuzubringen. Meine Damen beklagen ſich und, wie mir ſcheint, nicht mit Unrecht über Vernachläſſigung von Ihrer Seite. Wollen Sie Ihren Fehler wieder gut machen, lieber Geheimrath?“
„Erzellenz! Können zweifeln?“
„Gut! So kommen Sie heute Abend zu uns und trinken eine Taſſe Thee mit einigen Freunden. Sie nehmen doch meine Einladung an?“
„Mit dem größten Vergnügen,“ entgegnete Bolten ſich verneigend.
„Und wegen meines abſchläglichen Beſcheids,“ be⸗ merkte der Miniſter,„dürfen Sie nicht böſe ſein. Es geſchieht nur zu Ihrem eigenen Beſten. Glauben Sie mir, daß Ihr Wohl mir am Herzen liegt wie einem Freunde, einem Vater.“
Unmöglich konnte ein Vorgeſetzter liebenswürdiger ſein, als der Miniſter gegen Bolten war; aber grade dieſe Zuvorkommenheit drückte ihn wie eine ſchwere Laſt. Miß⸗ geſtimmt, als hätte er ſo eben eine beleidigende Zurück⸗ ſetzung von ſeinem Chef erfahren, verließ er das Cabinet. Die Einladung zu dem Thee, ſo freundſchaftlich dieſelbe lautete, kam ihm ungelegen. Der Miniſter hatte eine Tochter und die Welt ſah in Bolten den zukünftigen Bräu⸗ tigam des liebenswürdigen Mädchens, deren einflußreicher Vater ſein erklärter Gönner war.— Der Abend nahte


