Teil eines Werkes 
1. (1858) Die Geschiedene / von Max Ring
Entstehung
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ſchnitzen läßt. Auch gegen die Familie hätte ich nichts einzuwenden.“

„Wenn das Deine ernſte Meinung iſt, ſo will ich die Sache in Ordnung bringen. Ich habe bereits unſerm Krautheim den Auftrag gegeben, bei dem Alten behutſam anzuklopfen.“

„Ich fürchte auch nicht einen Korb zu bekommen,“ ſagte der Sohn ſelbſtgefällig.„Brandeis ſelbſt iſt ein zu guter Spekulant, um nicht mit beiden Händen zuzugreifen; und das Mädchen ſcheint mir klug genug, um ihren Vor⸗ theil einzuſehen. Ich ſelbſt bin neugierig, wie ich mich als Bräutigam, Gatte und Vater einmal ausnehmen werde.“

Der Kommerzienrath war mit dieſer mehr frivolen, als ernſtlich gemeinten Einwilligung vorläufig zufrieden, da es ihm nur darum zu thun war, den Sohn durch eine Verbindung mit einer ſoliden und anſtändigen Familie vor der Welt zu rehabilitiren.—

Drittes Capitel. Die ſich häufig wiederholenden Beſuche des Aſſeſſors

Bolten ſchienen dem Kaufmann Brandeis grade nicht an⸗ genehm zu ſein; er ſchrieb dieſelben nicht mit Unrecht den