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welches ihm Geld brachte; neben ſeinen Börſenangelegen⸗ heiten betrieb er noch ein umfangreiches und einträgliches Wuchergeſchäft: er kaufte und verkaufte mit Nutzen zweifel⸗ hafte Hypotheken, lieh auf Pfänder und Wechſel jungen Verſchwendern und Ghesseſfern welche durch ſeine Hülfe dem Ruin um ſo ſchneller und ſicherer entgegen gingen. Mit kalter Gleichgiltigkeit half er an ihrem Untergang mit und kannte keine Rückſicht, keine Barmherzigkeit. Trotz ſeiner Jugend war er als einer der ſchlimmſten Blutſauger und Gurgelabſchneider in der Reſidenz bekannt und ge⸗ fürchtet. Ueber die Verachtung der Welt wußte er ſich jedoch hinweg zu ſetzen; er beſaß die ſchönſte Equipage, ein ausgezeichnetes Reitpferd; ſeine Dinels und Soupers waren ihrer Feinheit und des herrſchenden Luxus wegen berühmtv; ſie wurden trotz alle dem von der eleganten Männerwelt beſucht. Eine Schaar von ſo genannten Freunden umgab ihn und ſchmeichelte ihm, weil er von Zeit zu Zeit in einem Anfalle ſeiner Vauu ſie mit Genüſſen aller Art förmlich über⸗ ſchüttete und dann und wann ſelbſt bedeutendere Summen ihnen freigebig ſpendete. Dafür behandelte er ſie mit einer wegwerfenden Vertraulichkeit, die faſt an Verachtung grenzte. Er hielt die ganze Welt für käuflich und gemein und daher ſtammte ſeine Geringſchätzung aller Menſchen. In ſeinen Augen gab es keinen ehrlichen Mann und keine keuſche Frau. Mit Geld glaubte er Alle zu erkaufen, jede Tugend


