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hinlänglich verrathend. Dieſer lag noch immer ſchlafend auf einem wahrhaft ſybaritiſchen Lager, deſſen Elaſtizität und Weichheit nichts zu wünſchen übrig ließ; hinter ſeidenen Gardinen, welche von einem vergoldeten Amor feſtgehalten wurden. Auf dem eleganten Divan und dem Lehnſtuhle lag noch ſeine Ballgarderobe in der größten Unordnung, wie er ſie eben beim ſchnellen Ausziehen hingeworfen hatte. Ein koſtbarer Toilettentiſch von Polyſanderholz enthielt in unzähligen Gläſern, Flaſchen und Doſen die Verſchöne⸗ rungsmittel, womit der Eigenthümer dieſer Räume die Verwüſtungen ſeiner Ausſchweifung geſchickt zu übertünchen wußte. Das ganze Schlafzimmer mit ſeiner Decorirung charakteriſirte den Herrn deſſelben beſſer, als es die ge⸗ naueſte pſychologiſche Schilderung zu thun vermag; ſinnliche Aufreizung, verbunden mit einem nicht geſchmackloſen Luxus, bildeten den Grundzug deſſelben. Die Bronceuhr, welche auf dem Kamine ſtand, ſchlug bereits zehn Uhr, als der junge Eſſling bei ihrem Klange erwachte und verwundert die Augen aufſchlug. Er griff nach der auf dem Nacht⸗ tiſche liegenden Glocke, um ſeinem Bedienten zu ſchellen. Dieſer erſchien ſogleich und warf einen ſchlauen, prüfenden Blick auf ſeinen Gebieter, um die Laune deſſelben zu ſtu⸗ diren. Der Burſche zeigte eine glatte, geleckte Phyſiogno⸗ mie, eine Verſchmitztheit, welche Ihresgleichen ſuchte. Er war der Leporello dieſes modernen Don Juan's, aber ohne


