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mettapete gab dem Kabinet etwas Heimliches, ſchon zum Schlummer Einladendes. Blaue Seidenvorhänge mit ſchweren Quaſten dämpften das helle Licht und verbreiteten eine angenehme Dämmerung. An den Wänden hingen einige koſtbare Oelgemälde; ſie ſtellten die berühmteſten Schönheiten älterer und neuerer Zeit vor, von den bedeu⸗ tendſten Malern gemalt, eine Kleopatra, nachläſſig auf ſchwellenden Purpurkiſſen hingelagert, wie ſie im goldenen Schiffe ihrem Antonius entgegenzieht. In den Augen der dünklen Schönheit loderte das verzehrende Feuer der Wol⸗ luſt und um ihre üppig feinen Lippen ſpielten wie kleine Schlangen die Grazien der Verführung und Koketterie. Ihr gegenüber war eine büßende Magdalena angebracht, doppelt reizend durch ihre ſüßen Formen und die Thränen der Reue, welche über die ſchönen Wangen floſſen und die blonden, wogenden Haare benetzten, die ſich über den bloßen Nacken und den weißen, aufathmenden Buſen wie ein gol⸗ dener Mantel breiteten. Aus dem goldenen Rokokorahmen lauſchte die Marquiſe von Pompadour, umflattert von loſen Amoretten, während ein junges Mädchen von Greuze, aus deren Mieder eine friſche Roſenknospe hervorlauſchte, zum Kuſſe einlud. Neben dieſen Portraits der weiblichen Schönheit waren aber noch andere Bilder vorhanden, die beſſer verhüllt geblieben wären, geeignet, die Phantaſie zu erhitzen und den verdorbenen Geſchmack ihres Beſitzers


