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Morndſchein auf ſeinem Kopfe abrechnet, ſo hat er ſich trotz, ſeiner Lebensweiſe noch ganz gut konſervirt.“
Obgleich die Beſchreibung des Genannten nicht eben allzu ſchmeichelhaft klang, ſo war ſie doch mindeſtens ge⸗ eignet, die Neugierde Antonien's zu erregen. Sie blickte nach ihm hin und ihre Augen begegneten den ſeinigen. Der junge Eſſling näherte ſich bereits dem dreißigſten Jahre; trotz ſeiner bekannten Ausſchweifungen ſchien er eher jünger als älter auszuſehen, wozu allerdings ſein ge⸗ wählter Anzug und die Sorgfalt, welche er auf ſeine Toi⸗ lette verwendete, das Meiſte beitrugen. Sein dunkles Haar war künſtlich genug ſo friſirt und gelegt, daß es zum großen Theil die nur hier und da verdächtig durchſchim⸗ mernde Platte bedeckte. Sein nicht unſchönes Geſicht wurde durch einen Zug von Liſt und Schlauheit verun⸗ ſtaltet. Es lag etwas Schlaues, Gleißendes, Glattes in ſeinem ganzen Weſen, das wie geleckt erſchien. Um den ſchmalen Mund ſchwebte fortwährend ein halb ſpöttiſches, halb verächtliches Lächeln, als wollte er ſich über alle Welt manquiren. Durch die gebogene Naſe erhielt ſeine Phy⸗ ſiognomie Aehnlichkeit mit einem Raubvogel. Unter der ziemlich hohen Stirn funkelten die kleinen, aber glänzenden Augen hervor, welche jetzt Antonien durch die einge⸗ klemmte Lorgnette anſtarrten. Das ironiſche Lächeln bekam dabei einen ganz eigenthümlichen, lüſternen, faſt faunen⸗
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