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der heutigen Anſtrengung noch immer wach. Nachdem er ſich einige Zeit ſchlaflos auf der primitiven Stroh⸗ matratze, welche ihm die Sennerin eingeraͤumt, her— umgewaͤlzt hatte, faßte er den verzweifelten Entſchluß die Nacht im Freien zuzubringen. Er hatte ſich halb⸗ angekleidet auf das Bett geworfen. Seine Toilette war daher ſchnell beendet. Der kalten Nachtluft wegen nahm er den Plaid, den er als Mantel gebrauchte. Ohne daß Ferdinand erwachte verließ er geraͤuſchlos die Huͤtte mit ihren menſchlichen und unmenſchlichen Bewohnern.
Draußen im Freien athmete er erſt wieder auf. Die großartige Ruhe, welche ihn empfing, wirkte auch beſaͤnftigend auf ſein Gemuͤth. Die ganze Welt lag zu ſeinen Fuͤßen ſchlafend, traͤumend. Kein Luͤftchen regte ſich. Der Mond ſtand wie ein ſtiller treuer Waͤchter am blauen Himmel. Unzaͤhlige Sterne fun⸗ kelten in magiſcher Pracht. Ein milder Glanz durch⸗ zitterte das weite All. Vor ſeinen Blicken erhoben ſich die rieſigen Berge, die ſchroffen Felſen und wei⸗ chen Huͤgel verklaͤrt in zauberiſchem Licht. Die Um⸗ riſſe und Contouren ſchienen ſchaͤrfer und beſtimmter als am hellen Tag und doch wieder ſanfter und har⸗ moniſcher. In den Schluchten und Thaͤlern ſchwank⸗
ten phantaſtiſche Schatten. Die Gletſcher und Schnee⸗ 21*


