Teil eines Werkes 
Erster Theil (1855)
Entstehung
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felder ſchimmerten wie ſilberne Zauberſchloͤſſer und Tempel von Genien bewohnt. Aus den Seen ſtieg feiner, leichter Nebel auf, welcher, vom Mondlicht durchwebt, wundervolle Zauberſchleier uͤber die ge⸗ heimnißvollen Tiefen breitete. Alles lag ſo ſtill, hei⸗ lig und beſaͤnftigt vor ſeinen Augen da. Vom Him mel ſtieg der Friede in ſein Herz herab und aus der Tiefe wehte ihn Verſohnung an.

An einen alten, abgeſtorbenen Ahornbaum gelehnt feierte Georg einen ſtillen Gottesdienſt. Dann ſtieg er langſam wieder zu dem Gipfel empor, wo Adol⸗ phine im Hoſpiz verweilte. Dort oben auf der Spitze des Berges wollte er das Anbrechen des Tages er⸗ warten. Eine Bank ſtand vor der Thuͤr des Hauſes, auf die er ſich niederzuſtrecken gedachte. Als er naͤher kam, fand er den Platz bereits eingenommen. Wenn er nicht irrte, ſah er dort eine weibliche Geſtalt. Sie ſaß in nachdenklicher Stellung, vom Scheitel bis zu den Fuͤßen in einen dunklen Shawl gehuͤllt, ſo daß er ihre Zuͤge nicht ſogleich zu erkennen vermochte.

Bei dieſem Anblick pochte ſein Herz, doch wußte er nicht warum.

Das Geraͤuſch ſeiner Schritte ſtoͤrte ſie in ihrer Selbſtverſunkenheit, ſie wandte den Kopf nach der Seite hin, von der er kam. Durch die ſchnelle Be⸗

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