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Bekehrungseifer machten durchaus keinen guͤnſtigen Eindruck auf den nuͤchternen und feſten Mann. Er empfand vom erſten Augenblick an ein Vorurtheil gegen dieſe mit Oſtentation geoffenbarte Froͤmmigkeit, welche ſchnell wieder modernen Phraſen und ſpielen⸗ den Witzen weichen mußte. Der heilige Glaubens⸗ eifer harmonirte nicht mit der weltlichen Aufmerkſam⸗ keit, die Briolan bald ausſchließlich Adolphinen er⸗ wies. Die geiſtreichen Spruͤnge und Paradoren, welche der Baron hauptſaͤchlich in der Unterhaltung mit ihr vorbrachte und die ihren vollen Beifall zu haben ſchienen, fanden an dem Faͤrbermeiſter einen ſtrengen Beurtheiler. Er durchſchaute ihre Schwaͤchen, hielt es jedoch nicht fuͤr angemeſſen, ſich unaufgefor— dert in ein Geſpraͤch zu miſchen, das ihn nicht weiter beruͤhrte. Indem er mit gewohnter Ruhe beobachtete, entging ihm Adolphinens Befangenheit und wechſelnde Aufregung nicht. Bald war ſie ſtill und nachdenklich, dann ploͤtzlich wieder aͤußerſt lebendig und faſt uͤber⸗ muͤthig. Je laͤnger Georg dem Paare ſeine Aufmerk⸗ ſamkeit zuwendete, deſto klarer wurde ihm die nahe Beziehung, in welcher Beide zu einander ſtanden und die ihrer uͤbrigen Umgebung nicht aufzufallen ſchien.
Es war dies eine ſchmerzliche Entdeckung fuͤr ihn, die er, ohne es zu wollen, machte. Seit einiger Zeit


