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ſchon nahm er ein lebendigeres Intereſſe an dem ſelt⸗ ſamen Maͤdchen. Er glaubte unter der täuſchenden Oberflaͤche tiefere und beſſere Eigenſchaften an ihr entdeckt zu haben. Seine Jugenderinnerungen gaben ihr außerdem ein Anrecht auf ſeine Freundſchaft. Nun war er noch durch mannigfache Beziehungen gleichſam mit in ihr Schickſal verflochten worden. Alle dieſe Verhaͤltniſſe legten ihm eine Art Verpflich⸗ tung auf, ſeine Theilnahme auf entſprechende Weiſe zu bethaͤtigen. Darum war ihm jetzt die Ausſicht auf ein ungeſtoͤrtes Zwiegeſpraͤch mit ihr, das ſie ſelbſt gefordert, nicht mehr unangenehm, ſondern ſo— gar hoͤchſt erwuͤnſcht.
Sein Entſchluß war gefaßt. Adolphine ſollte aus ſeinem Munde die Wahrheit hoͤren, und ſelbſt auf die Gefahr hin, ſie fuͤr immer zu erzuͤrnen, wollte er mit maͤnnlichem Ernſte und wenn es Noth thaͤte ſelbſt mit heilſamer Strenge ihr gegenuͤber treten.
Er ſtand ja uͤberdies im Begriff abzureiſen. Viel⸗ leicht ſah er ſie nie im Leben wieder.


