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dunklen See wiederſpiegelten. Wie ſo oft das treuloſe Gluͤck am Schoͤnſten lacht, wenn es im Begriff ſteht, uns zu verlaſſen; ſo ſchimmerten auch jetzt hier die naͤchſten Punkte in hellem, faſt gleißenden Tagesglanz. Dieſe Beleuchtung hatte etwas Magiſches, Wunderba⸗ res. Die Gegenſtaͤnde und Perſonen erſchienen ver⸗ klaͤrt wie von einem uͤberirdiſchen Licht umfloſſen. War es nun Zufall oder eine noch unerklaͤrte Macht, welche in dieſem Augenblick den Fremden zwang Adolphinen anzuſehn. Sie war ihren Begleitern ein Wenig vor⸗ ausgeeilt, um nach den noch immer ſaͤumenden Kaͤh⸗ nen auszuſchaun. Der Unmuth uͤber dieſe unange⸗ nehme Verzoͤgerung belebte ihr ſonſt ruhiges Geſicht. So ſtand ſie am aͤußerſten Rande des Ufers weit vor— gebeugt. Die ſpielenden Wellen benetzten faſt den kleinen Fuß. Ihr glaͤnzendes Auge ſuchte in der Ferne die heimkehrenden Fahrzeuge. Einem Dichter oder Maler waͤre ſie in dieſem Augenblicke als das verkoͤrperte Bild der Sehnſucht oder Erwartung er⸗ ſchienen. Sie war in ihrem Eifer dem Fremden un⸗ bewußt ſo nahe getreten, daß ihn der Saum ihres ſeidenen Gewandes ſtreifte. Er mußte ſie anſehn. Faſt entſchluͤpfte ihm ein lauter Ausruf der Bewun⸗ derung, obgleich er ſonſt ſehr ruhig, ſehr beſonnen, ſelbſt ein Stuͤck von einem Philoſophen war. Er faßte


