Teil eines Werkes 
Erster Theil (1855)
Entstehung
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Feuerglut. Schnell wie der Blitz oder wie das gau⸗

Sonnenſchein uͤber Goſaumuhle und den benachbarten

wald empor, bald eine kahle trotzige Felſenſtirn von einer Glorie wie ein ſtarrer Maͤrtyrer gekroͤnt, bald ein ſanft aufſchwellender Huͤgel ſchimmernd in gruͤner

kelnde Spiel der dichteriſchen Phantaſie verſchwanden dieſe lachenden Bilder, um der vorigen Finſterniß zu weichen. Immer ſchwaͤcher wurde die Kraft der Son⸗ nenſtrahlen, immer ſeltener ihr Sieg uͤber den Nebel, der geſpenſtiſch weiter und weiter ſchritt, bis zuletzt nur noch ein einziger ſchimmernder Punkt in der Ferne ſichtbar blieb, ein gruͤner Juwel, die hochgelegene Matte, auf welche das ganze Licht vor ſeinem Schwinden noch eimnal in all ſeinem Glanze hernie⸗ derſtroͤmte.

All dieſe Veraͤnderungen der Landſchaft, dieſes herrliche Spiel von Licht und Schatten, wie es nur in den hoͤheren Gebirgsregionen angetroffen wird, waren ſo allmaͤlig und unmerklich eingetreten, daß die uͤbrige Geſellſchaft kaum eine Ahnung von dem drohenden Ungewitter hatte, das ſich uͤber ihre Haͤupter zuſam⸗ menzog. Waͤhrend das fernere Iſchl bereits in Nebel eingeſponnen lag und die Berge, die es umgeben, nicht mehr ſichtbar waren, glaͤnzte noch der goldene

Felſengruppen, welche ihre ſeltſamen Formen in dem