Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
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mochte, wollte ich wenigſtens fuͤr die zuruͤckgelaſ⸗ ſene Tochter thun. Damals legte ich im tiefſten Schmerze und voll inniger Reue das Geluͤbde ab, uͤber das Gluͤck dieſes Kindes mit den Augen eines Vaters zu wachen. Ich brach nicht mit dem Freiherrn, wie ich urſpruͤnglich beabſichtigte, ich maͤßigte meine Verachtung, nur um Sie, das theure Vermaͤchtniß der Heiligen, mit der noͤthigen Sorgfalt umgeben zu koͤnnen. Nach wie vor beſuchte ich Ihr Haus, ich beobachtete Ihre Entwicklung und freute mich an Ihren Fortſchritten und den Erfolgen, welche Sie durch Ihre Schoͤnheit und Ihren Geiſt Frrangen. Sie wenigſtens ſollten gluͤcklich werden, Ihnen wollte ich ein heiteres, ſelbſt ein glaͤnzendes Loos bereiten. Das Schickſal hat alle meine Plaͤne auch in dieſer Be ziehung vereitelt. Sie ſtanden im Begriff, die Beute eines elenden Wuͤſtlings zu werden. Zur rechten Zeit war es mir zwar vergoͤnnt Sie zu warnen, doch Sie ſelbſt gaben durch dieſe ploͤtzliche Flucht Ihrem Schick⸗ ſal eine unerwartete Wendung. Endlich erfuhr ich von Ihnen ſelbſt Ihren neuen Aufenthaltsort und ich eilte ſogleich hierher, um mein Geluͤbde zu loͤſen. Vor vierzehn Tagen erhielt ich uͤberdies die Nachricht von dem Tode jener Dame, fuͤr die Ihre arme Mut⸗

ter gelitten hat. Jetzt konnte mich nichts mehr ab⸗ II. 21