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Grunde richten. Sie ſchwieg, nur ihre zunehmende Hinfaͤlligkeit verrieth den Kummer, der an ihrem Her⸗ zen nagte. Ein Bruttleiden entwickelte ſich und be⸗ ſchleunigte ihre Aufloͤſung. Einige Wochen vor ihrem
Tode verlangte ſie nach dem Vaterhauſe zuruͤckzu—
kehren. Dort wollte ſie ſterben. Ihr Gatte verſagte . ihr ſelbſt dieſen Troſt. Da erſt wandte ſie ſich an 6
mich und es bedurfte meines ernſten Einſchreitens, 4.
um ihr dieſe Erlaubniß auszuwirken. Vor ihrer Ab⸗ reiſe nahm ſie von mir fuͤr immer Abſchied. Kein Vorwurf kam dabei uͤber ihre Lippen. Ich wagte nicht ihre Verzeihung anzuflehn. Sie haͤtte mir ſie ſicher gewaͤhrt. Sie verlangte nichts mehr fuͤr ſich, ſie dachte nur an ihren Gatten, fuͤr den ſie um meine dauernde Gewogenheit bat, an ihr Kind, deſſen fer— neres Geſchick ihr heiße Thraͤnen entpreßte.
— Meine Mutter, meine arme Mutter! ſchluchzte Adolphine, uͤberwaͤltigt von ihrem Schmerz.
Auch der Fuͤrſt war tief ergriffen. Erſt nach einer langen Pauſe vermochte er fortzufahren.
— Nach einigen Wochen erhielt ich durch Ihren Vater eine kalte, foͤrmliche Anzeige von dem Tode Ihrer Mutter. Die Nachricht erſchuͤtterte mich tief und meine Schuld trat immer lebendiger vor meine Seele. Was ich an ihr nicht gut zu machen ver⸗


