Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
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ſpaͤter gab es kein Haus mehr in Waldau, welches nicht von der Ankunft des Fuͤrſten und deſſen Beſuch auf der Saͤgemuͤhle unterrichtet war. Das Ereigniß wurde beſprochen, gloſſirt, mit Commentaren und Vermuthungen verſehn und brachte in dem Staͤdtchen eine vollkommene Revolution hervor.—

Unterdeß war der Furſt laͤngſt an das Ziel ſei⸗ ner kurzen Fahrt gelangt. Seine unerwartete Er⸗ ſcheinung gab auch bei dieſen einfachen, guten Leuten Veranlaſſung zu einer Reihe von hoͤchſt aufregenden Szenen. Die Saͤgemuͤllerin hatte in der Eile ihre Schuͤrze verkehrt umgebunden und ihr Gatte machte in einer Minute eben ſo viel Verbeugungen als der Pendel ſeiner Schwarzwaͤlder Uhr Schwingungen. Die Maͤdchen hatten ſich in der Kuͤche verſteckt und kamen, ſo lange der vornehme Beſuch dauerte, nicht wieder zum Vorſchein. Am unbefangenſten blieb die wuͤrdige Großmutter. Sie ſprach mit dem Fuͤrſten wie mit Ihresgleichen, wobei ſie es dennoch nicht an dem ihm zukommenden Reſpect fehlen ließ.

Nachdem ſich Adolphine von ihrem erſten Erſtau⸗ nen erholt hatte, dankte ſie dem Fuͤrſten fuͤr ſeine

Güte.. — Ich kann noch immer nicht glauben, ſagte ſie, daß Eure Durchlaucht ſich meinetwegen nach Waldau