Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
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den Fuͤrſten. Sie that es ohne Widerſtreben, da ſie von ihrem fruͤheren Verdachte gaͤnzlich zuruͤckgekom⸗ men war und in ihm lediglich wieder nur den Freund ihrer verſtorbenen Mutter und ihren eigenen Be⸗ ſchuͤtzer ſah.

Eines Tages waren die Waldauer nicht wenig erſtaunt, als ein eleganter Reiſewagen mit vier Pfer⸗ den beſpannt vor dem dortigen Gaſthauſe zur golde⸗ nen Krone hielt. Aus demſelben ſtieg ein aͤltlicher Herr von ſeinem Kammerdiener unterſtuͤtzt. Sogleich ſammelte ſich nicht nur die loͤbliche und unbeſchaͤftigte Straßenjugend, ſondern auch mehrere reſpectable Buͤr⸗ ger des Staͤdtchens vor dem genannten Hôtel. Daß der Fremde ſehr vornehm war, daruͤber konnte kein Zweifel ſein. Man brauchte ja nur die Equipage, die herrlichen Pferde, die Livréen der Bedienten und das Gepaͤck zu betrachten. Der Angekommene mußte wenigſtens ein regierender Herr ſein, der incognito reiſte. So viel ſtand ohne Widerrede feſt. Bald verbreitete ſich dieſe Nachricht mit Blitzesſchnelligkeit. Bei der Wichtigkeit dieſes Ereigniſſes, das grade zur Mittagszeit ſtatt fand, ließen die Hausfrauen ihren Braten verbrennen, vergaßen die Maͤnner daruͤber mit ihnen zu zanken. Der Buͤrgermeiſter dachte be⸗ reits daran, den Magiſtrat zu verſammeln, um eine