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— Gewiß, liebe Großmutter.
— Du willſt alſo Alles aufgeben, was Du bis⸗ her beſeſſen haſt, Deinen Rang, Deinen Namen und Deinen Stand? Mit dieſem Schritte entfernſt Du Dich fuͤr immer aus den Kreiſen, in denen Du bis⸗ her gelebt haſt. Ich halte das grade fuͤr keinen all⸗ zugroßen Verluſt, aber es koͤnnte doch eine Zeit kom⸗ men, wo Dir Dein Entſchluß leid thaͤte.
— Nie, niemals!
— Es wird Dir ſchwer fallen, Dich in die neuen Verhaͤltniſſe hineinzufinden. Du biſt ein anderes Le⸗ ben gewohnt. Pruͤfe Dich darum, ob Du ein ſo großes Opfer bringen kannſt. Wenn Du ſchwankſt, wenn Du nicht ganz ſicher biſt, dann haſt Du noch immer Zeit zuruͤckzutreten. Ich kenne den Faͤrber⸗ meiſter und weiß, daß er lieber ſich ſelbſt, als Dich ungluͤcklich ſehen wuͤrde.
— Ich habe Alles hinlaͤnglich uͤberlegt, verſetzte Adolphine feſt und entſchieden.
— Nun, dann ſegne Dich Gott! ſagte die Groß⸗ mutter. Du haſt den beſſern Theil erwaͤhlt.
Seitdem betrachtete ſich Adolphine als die wirk⸗ liche Verlobte des Faͤrbermeiſters. Eine maͤchtige Um⸗ wandlung war mit ihr vorgegangen. Die Liebe voll⸗ endete das Werk ihrer Laͤuterung. Sie entſagte den


