Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
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aufgefallen. Eine natuͤrliche Delicateſſe hielt ſie ab, ihn daruͤber zur Rede zu ſtellen und ſich in ſein Ver⸗ trauen zu draͤngen. Der Saͤgemuͤller war kein reicher Mann, ſein Vermoͤgen lag in ſeinem Geſchaͤfte ver— ſteckt. Baares Geld hatte er nicht uͤbrig. Selbſt wenn er wollte, konnte er Georg nicht helfen. Des⸗ wegen unterließ er es uͤber dieſe unangenehmen Ver⸗ haͤltniſſe mit ihm zu ſprechen. Adolphine erfuhr je— doch ſowohl durch einige hingeworfene Aeußerungen der Großmutter, wie auch durch ihre Kammerfrau den Stand der Dinge. Die treue Thereſe hatte ihren Sohn geſprochen und dieſer ihr mit ſchmerzlichen Be⸗ dauern die Vernichtung ſeiner eigenen Ausſichten und die ſeines geachteten Meiſters entdeckt. Karl ließ es jedoch dabei nicht bewenden und beruͤhrte zugleich den wahren Grund des Mißgeſchicks. Aus dieſer Quelle lernte Adolphine das Benehmen des Faͤrber⸗ meiſters und ſein Verhaͤltniß zu der Familie der rei⸗ chen Wittwe kennen. Ihr Scharfblick durchſchaute ſogleich die eben nicht allzuſehr verwickelten Verhaͤlt⸗ niſſe. Es blieb ihr kein Zweifel mehr, daß ſie ſelbſt die einzige Urſache ſeines Ungluͤcks war, daß er nur um ihretwillen litt und verfolgt wurde. Ihr Entſchluß war ſogleich gefaßt. Sie dachte zu groß, um ſich durch irgend eine Ruͤckſicht oder Bedenklichkeit von ihrem