Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
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der ihm die noͤthigen Capitalien vorgeſtreckt haͤtte. Er befand ſich in der groͤßten Verlegenheit und litt um ſo mehr, da er ſeine Schweſter und Karl mit leiden ſah. Die Verleumdung ſeiner Gegner und Feindinnen trug ihre Fruͤchte. Bald war das ganze Staͤdtchen von ſeinen zerruͤtteten Vermoͤgensumſtaͤn⸗ den unterrichtet. Man ſprach bereits oͤffentlich von ſeiner Zahlungsunfaͤhigkeit. Die Schadenfrohen ſpot⸗ teten uͤber ſeine ſchlechte Wirthſchaft, uͤber ſeine Ver⸗ geudung und ungluͤcklichen Erperimente. Sein Credit war in wenigen Tagen gaͤnzlich untergraben und alle Mikbuͤrger hielten ihn fuͤr einen ſinnloſen Verſchwen⸗ der, fuͤr einen Menſchen, der ſein Gluͤck mit Fuͤßen getreten, weil er eine ſo glaͤnzende Partie von ſich geſtoßen hatte. Auch nicht Eine Stimme erhob ſich zu ſeiner Vertheidigung. Wie es gewoͤhnlich zu geſchehen pflegt, galt der ungluͤckliche Faͤrbermeiſter nicht nur fuͤr ruinirt, ſondern fuͤr gewiſſenlos, undankbar und ſchlecht. Es gab kein Vergehen, deſſen er ſich nicht ſchuldig gemacht haͤtte. In den Augen der Waldauer erſchien er als ein Ungeheuer.

Die Geruͤchte, welche uͤber ihn im Umlauf waren, verbreiteten ſich von Haus zu Haus, bis ſie endlich auch die Saͤgemuͤhle erreichten. Seinen Freunden daſelbſt war ſchon fruͤher ſein verſtimmtes Weſen